Was sind Sklerallinsen?

Sklerallinsen sind spezielle Kontaktlinsen, die besonders bei komplizierten Augenverhältnissen und Erkrankungen wie Keratokonus oder schwerer Trockenheit des Auges zum Einsatz kommen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Kontaktlinsen, die direkt auf der Hornhaut sitzen, liegen Sklerallinsen auf der weißen, weniger empfindlichen Sklera (Lederhaut) des Auges auf (Bild unten). Zwischen der Linsenrückfläche und der Hornhaut befindet sich sterile Kochsalzlösung welche vor dem Einsetzen in die Sklerallinse gefüllt wird. Dieses Tränenflüssigkeitsreservoir hat zwei entscheidende Vorteile: Es gleicht Unregelmässigkeiten der Hornhaut optisch aus und hält die Hornhautoberfläche permanent feucht.

Sklerallinsen sind massgefertigt und bieten eine Lösung für Menschen, die mit herkömmlichen Kontaktlinsen keine ausreichende Korrektur oder keinen ausreichenden Komfort erreichen.

Wie funktionieren Sklerallinsen?

Das Wirkprinzip der Sklerallinse basiert auf der optischen Substitution der irregulären Hornhautoberfläche. Die Linse schafft eine neue, perfekt glatte Vorderfläche für das optische System des Auges – unabhängig davon, wie unregelmässig die Hornhaut darunter ist. Gleichzeitig schützt die Flüssigkeit die empfindliche Hornhaut vor Austrocknung und mechanischem Reiz. Dank neusten, hochgasdurchlässigen Kontaktlinsenmaterialien wird das Auge während des gesamten Tragens ausreichend mit Sauerstoff versorgt – eine wesentliche Voraussetzung für die Hornhautgesundheit bei Langzeitträgern.

Häufige Fragen zu Sklerallinsen


Sklerallinsen im Detail

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